Corona und Arbeit


Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel


Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel vom 10.8.2020, die den SARS-Cov-2 Arbeitsschutzstandard vom 20.04.2020 konkretisiert stellt eine Umsetzungshilfe für den Arbeitgeber dar.

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel enthält Konkretisierungen der Anforderungen der Verordnungen nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG). Bei Einhaltung dieser Konkretisierungen kann der Arbeitgeber davon ausgehen, dass die Anforderungen aus den Verordnungen erfüllt sind. Wählt der Arbeitgeber eine andere Lösung, muss er damit mindestens die gleiche Sicherheit und den gleichen Gesundheitsschutz für die Beschäftigten erreichen.

Andere Lösungen können bei abweichenden Rechtsvorschriften der Länder zum Schutz der Beschäftigten vorrangig in Betracht kommen. Es wird empfohlen, dass als Grundlage für das Schutzniveau die Rechtsvorschriften sich an den Anforderungen dieser staatlichen Regel orientieren.

Zu beachten ist die Rangfolge von technischen über organisatorischen bis hin zu personenbezogenen Schutzmaßnahmen inkl. der Einbeziehung der Beschäftigten.

SARS-CoV-2 heißt das Virus. Der Name weist auf die Verwandschaft zum SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome) Virus hin, das 2002/03 eine Epidemie ausgelöst hatte.
Covid-19 (Corona Virus Disease 2019) ist lt. WHO eine Lungenkrankheit, die durch SARS-CoV-2 ausgelöst werden kann.

Laut §2 BioStoffV und TRBA 262 hat der Ausschuss für biologische Arbeitsstoffe (ABAS) das Coronavirus in Risikogruppe 3 eingeordnet. Für die vier Risikogruppen innerhalb der Biostoffverordnung sind jeweils standardisierte Schutzmaßnahmen vorgesehen die verhältnismäßig für den jeweiligen Arbeitsplatz umgesetzt werden. Bei den meisten „nicht medizinischen Betrieben“ handelt es sich um sogenannte „nicht gezielte Tätigkeiten mit dem Coronavirus“ (im Gegensatz z.B. zu Labortätigkeiten).

Wir beraten Sie zum betriebliche Maßnahmenkonzept für Maßnahmen zum Infektions- und Arbeitsschutz. Maßgeblich bleibt stets die konkrete Situation beim Arbeitgeber vor Ort. Deshalb muss die entsprechende Gefährdungsbeurteilung angepasst und aufgrund der zu erwartenden neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse regelmäßig aktualisiert werden.

Risikogruppen für schwere Verläufe


Insbesondere die Einschätzung des Infektionsrisikos bedarf besonderer Aufmerksamkeit und der daraus abgeleiteten präventiven Maßnahmen und Informationen an die Mitarbeiter-innen.

Für Risikogruppen kann der Betriebsarzt in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Haus- Facharzt hinsichtlich präventiver Schutzmaßnahmen im Arbeitsumfeld beraten. Es gibt vielfältige Aspekte, angefangen bei der Bewertung arbeitsphysiologischer Aspekte beim Tragen des Mund-Nasen-Schutzes bis hin zu speziellen präventiven Schutzmaßnahmen im Produktionsumfeld.

Risikogruppen für schwere Verläufe durch das SARS-CoV-2 Virus sind laut RKI:

  • Schwere Verläufe können auch bei Personen ohne bekannte Vorerkrankung auftreten (33) und werden auch bei jüngeren Patienten beobachtet (39). Die folgenden Personengruppen zeigen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.
  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren; 87 % der in Deutschland an COVID-19 Verstorbenen waren 70 Jahre alt oder älter [Altersmedian: 82 Jahre])
  • Raucher (16, 40) (schwache Evidenz)
  • stark adipöse Menschen Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
  • des Herz-Kreislauf-Systems (z.B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck)
  • chronische Lungenerkrankungen (z. B. COPD)
  • chronische Lebererkrankungen
  • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Patienten mit einer Krebserkrankung
  • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr beeinflussen und herabsetzen können, wie z.B. Cortison)

Quelle:

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Resilienz und Corona


Mögliche Belastungsfaktoren:

  • Social Distancing
  • Neue Arbeitsformen
  • Veränderte Arbeitsstrukturen und Kommunikation
  • Emotionale Belastung beim Umgang mit erkrankten Personen

Präventive Gestaltungsmöglichkeiten:

  • Klar strukturierte Kommunikationsfluss
  • Regelmäßige Information zu Schutzmaßnahmen
  • Resilienz stärken durch Awareness, Sport, Teamevents
  • Anerkennung ausdrücken
  • Vision/Committment von der Geschäftsführung verdeutlichen
  • Online Angebote
  • Regelmäßiger Kontakt, es wird kein MA vergessen
  • Unterstützung beim Entwickeln neuer Arbeitsroutinen
  • Information zur ergonomischen Gestaltung des Home-Office

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