Betriebsmedizin


Arbeitsmedizinische Leistungen

  • Alle Vorsorgen (ArbMedVV)
  • Alle G-Untersuchungen
  • Pflichtvorsorgen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen wie Asbest, Benzol oder biologischen Arbeitsstoffen
  • Persönliche Betreuung in unserer Praxis am Stachus oder im Unternehmen vor Ort nach DGUV Vorschrift 2
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement
  • Betriebliche Gesundheitsförderung
  • Krisenintervention, Suchtprävention

Kinderbetreuung und Mutterschutz

  • Beratung nach Mutterschutzgesetz
  • Bestimmung des Immunschutzes vor und während der Schwangerschaft
  • Beratung zum Masernschutzgesetz
  • Pflichtvorsorge im Rahmen der vorschulischen Kinderbetreuung
  • Pflicht- und Angebotsvorsorge bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen wie Hepatitis

Reise- und Telemedizin

  • Präventive Beratung für Geschäftsreisende
  • Pflichtvorsorge für Tätigkeiten in den Sub-Tropen
  • Ergänzende telemedizinische Beratung über Videosprechstunde
  • Reiseapotheke
  • Malariavorbeugung
  • Ergänzende Videosprechstunde bezüglich impfpräventablen Erkrankungen
  • Reisen mit chronischen Erkrankungen

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Ihre Experten in der Arbeitsmedizin

Im Mittelpunkt unserer Leistungen steht die Gesundheit des Menschen


Unser Team bietet das volle Spektrum der arbeitsmedizinischen Leistungen an. Angefangen von Vorsorgen im Rahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge Verordnung ArbMedVV über Eignungsuntersuchungen bis hin zu präventiven Wunschvorsorgen.

Gesunde Mitarbeiter sind ein wichtiger Baustein für den Unternehmenserfolg, denn sie sind zufriedener und motivierter. Durch unsere langjährige Erfahrung bei der Durchführung der verschiedensten arbeitsmedizinischen Untersuchungen können wir kompetent beraten.

Wir beziehen immer den Menschen in seiner Gesamtheit mit ein, das bedeutet es werden auch psychologische oder familiäre Gesundheitsfaktoren miteinbezogen. Durch unsere allgemeinmedizinische Kompetenz können wir auch vor dem Hintergrund chronischer Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Rheuma oder Krebserkrankungen zur Arbeitsfähigkeit beraten.

Die arbeitsmedizinische Vorsorge ist auf die individuelle Beratung jedes einzelnen Mitarbeiters-in ausgelegt. Hierbei kann der Mitarbeiter-in immer freiwillig entscheiden, ob die arbeitsmedizinischen Empfehlungen umgesetzt werden. Wichtig ist uns, dass wir Sie aufklären und Ihnen unsere präventive Herangehensweise verdeutlichen. Man kann auch immer einen zweiten Termin zur weiteren Beratung vereinbaren.

Moderne Arbeitsmedizin unterliegt einem stetigen Wandel. Dies erfordert Qualitätsmanagement angefangen von der Umsetzung der betriebsmedizinischen Leitlinien bis hin zum konsequenten Datenschutz um die sensiblen Gesundheitsdaten zu schützen.

Als unabhängiger Dienstleister im Großraum München und den angrenzenden Regionen bieten wir die arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung nach DGUV Vorschrift 2 an. Wir bieten die Regelbetreuung und die alternative Betreuung zu effektiven Konditionen an.

Ein zentrales Element in der Betriebsmedizin ist das Arbeitsfähigkeitsmanagement. Hier finden sich grundlegende Überlegungen zum alternsgerechten Arbeiten, zur Ergonomie und zu Modellen wie dem work-ability-index WAI um die Arbeitsfähigkeit zu messen. Im weiteren Sinne gehören hierzu auch gesundes Führungsverhalten und die Einbeziehung verschiedener Faktoren wie Kompetenz und soziales Umfeld.

Der SARS-CoV2 Arbeitsschutzstandard (BMAS) basiert auf den geltenden Rechtsnormen


SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandard– Bundesministerium für Arbeit und Soziales als PDF

SARS-CoV-2 heißt das Virus. Der Name weist auf die Verwandschaft zum SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome) Virus hin, das 2002/03 eine Epidemie ausgelöst hatte. Covid-19 (Corona Virus Disease 2019) ist lt. WHO eine Lungenkrankheit, die durch SARS-CoV-2 ausgelöst werden kann.

Laut §2 BioStoffV und TRBA 262 hat der Ausschuss für biologische Arbeitsstoffe (ABAS) das Coronavirus in Risikogruppe 3 eingeordnet. Für die vier Risikogruppen innerhalb der Biostoffverordnung sind jeweils standardisierte Schutzmaßnahmen vorgesehen. Eine regelmäßige Neubewertung der Gefährdungsbeurteilung aufgrund der dynamischen Situation wird dringend empfohlen. Bei den meisten „nicht medizinischen Betrieben“ handelt es sich um sogenannte „nicht gezielte Tätigkeiten mit dem Coronavirus“ (im Gegensatz z.B. zu Labortätigkeiten).

Insbesondere die Einschätzung des Infektionsrisikos bedarf besonderer Aufmerksamkeit und der daraus abgeleiteten präventiven Maßnahmen (Maskenschutzkonzept, präventive Massnahmen für die verschiedenen Arbeitsbereiche etc.) und Informationen an die MA.

Der Arbeitsschutzstandard bezüglich SARS-CoV-2 basiert auf den gesetzlichen Bestimmungen (Arbeitsschutzgesetz, IFSG etc.) und hat keine unmittelbare Rechtsqualität. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales konkretisiert vielmehr die Anforderungen des Arbeitsschutzrechts mittels des Arbeitsschutzstandards. Somit stellt der SARS CoV 2 Arbeitsschutzstandard eine Orientierung dar, die den Betrieben und Einrichtungen weitgehend Rechts- und Handlungssicherheit gibt.

Maßgeblich bleibt jedoch stets die konkrete Situation beim Arbeitgeber vor Ort. Deshalb muss die entsprechende Gefährdungsbeurteilung angepasst und aufgrund der zu erwartenden neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse regelmäßig aktualisiert werden.

Unterschiede von Eignungsuntersuchungen und Vorsorgen


Eignungsuntersuchungen werden aufgrund unterschiedlicher Ziele und Rechtsgrundlagen getrennt von der arbeitsmedizinischen Vorsorge betrachtet. Beispiele für häufige Eignungsuntersuchungen sind Einstellungsuntersuchungen, G-Untersuchungen wie Tätigkeiten mit Absturzgefahr (G41), Fahr-Steuer-Überwachungstätigkeiten (G25), Tragen von schwerem Atemschutz (G26.3, FwDV) etc..

Die Durchführung von Eignungsuntersuchungen ist vorrangig den Interessen des Arbeitgebers zuzuordnen. Kernthema der Feststellung der Eignung ist die Frage, inwiefern von dem untersuchten Individuum eine Gefahr für Beschäftigte und Sachmittel der Firma ausgehen können. Stichworte sind gesundheitliche Voraussetzungen, Personalauswahl, Rechtssicherheit für den Arbeitgeber und die Fürsorgepflicht. Die Eignungsbescheinigung enthält keine Angeben über medizinische Daten, jedoch wird eine Aussage über die Eignung getroffen.

Demgegenüber dient die Vorsorge dem Erkennen und Verhüten von arbeitsbedingten Erkrankungen und dem Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit. Zentrales Ziel der entsprechenden Rechtsnorm (ArbMedVV) ist die Stärkung des Rechtes der Beschäftigten auf informationelle Selbstbestimmung und Datenschutz. Die sogenannte Vorsorgebescheinigung enthält keine Aussagen über Eignung oder medizinische Daten.

Beispiele für häufige Vorsorgen sind z.. Tätigkeiten an Bildschirmgeräten (G37), vorschulische Kinderbetreuung (G42), Umgang mit Gefahrstoffen (z.B. Asbest (G1), Benzol (G8,27..) etc..

Wir beraten Sie gerne zu diesem komplexen Thema.

Persönlich und praxisorientiert


Ihr Spezialist für Betriebsmedizin

Berufskrankheiten vermeiden


Nach der Gesetzesdefinition gilt eine Erkrankung dann als Berufskrankheit

  • wenn sie nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft durch besondere Einwirkungen (z.B. Lärm, Staub bei der Arbeit) verursacht ist
  • wenn bestimmte Personengruppen durch ihre Arbeit in erheblich höherem Grade als die übrige Bevölkerung ausgesetzt sind und
  • wenn sie in der sogenannten Berufskrankheiten-Liste, einer Anlage zur Berufskrankheitenverordnung (BKV), aufgeführt ist. Die BKV in der Fassung von 2017 umfasst 80 Berufskrankheiten.

Volkskrankheiten wie Arthrose oder Herz-Kreislauf-Schwäche können deshalb nur bei Erfüllung dieser besonderen Voraussetzungen Berufskrankheiten sein. Präventiver Arbeitsschutz hat zum Ziel, Berufskrankheiten zu vermeiden. Hierzu zählt neben technischen Lösungen beispielhaft:

  • konsequenter Sonnenschutz bei der Arbeit
  • Lärmschutz
  • Infektionsschutz
  • Hautschutz
  • Ergonomie
  • Aufklärung und Unterweisungen
  • arbeitsmedizinische Vorsorge etc.

Im Jahr 2017 gingen bei den Berufsgenossenschaften und Unfallkassen insgesamt 75.187 Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit ein. Von den Fällen, bei denen der Zusammenhang zwischen Arbeit und Krankheit bestätigt war, wurden 19.794 als Berufskrankheit anerkannt. Durch individualpräventive Maßnahmen der gesetzlichen Unfallversicherung konnten Betroffene ihre Tätigkeit fortführen, ohne dass eine Verschlimmerung ihres Gesundheitszustands drohte. Dies ist z.B. im Fall von Hauterkrankungen öfters der Fall.

Rechtsnormen


Das Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) legt fest, dass der Arbeitgeber Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit zu bestellen hat, die ihn beim Arbeitsschutz und bei der Unfallverhütung unterstützen. Das ASiG beschreibt die Aufgabenfelder und Rollen von Betriebsärzten und Fachkräften für Arbeitssicherheit. Der Arbeitgeber lässt sich bei der Durchführung von Arbeits- und Gesundheitsschutz entsprechend beraten. Selbstverständlich unterliegen die Betriebsärzte der medizinischen Schweigepflicht.

Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) verfolgt das Ziel, die physische und psychische Gesundheit aller Beschäftigten zu erhalten und zu verbessern. Als zentrales Element fordert es den Arbeitgeber zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen (Gefährdungsbeurteilung) auf. Hierbei sind auch die psychischen Belastungen bei der Arbeit mit einzubeziehen. Die Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit können hierbei aufgrund Ihrer Fachexpertise wertvolle Hinweise liefern. Im Arbeitsschutzgesetz (ASchG) ist auch festgelegt, dass der Arbeitgeber die arbeitsmedizinische Vorsorge veranlassen bzw. ermöglichen muss.

Die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV), zuletzt geändert 2019, ergänzt im Sinne der Individualprävention durch persönliche Beratung der Mitarbeiter-innen die auf Betriebsebene getroffenen Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Die durch den Betriebsarzt durchgeführte arbeitsmedizinischen Vorsorge soll arbeitsbedingter Erkrankungen verhindern, die Beschäftigungsfähigkeit fördern und den betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz weiterentwickeln.
Arbeitgeber müssen entsprechend der im Anhang zur ArbMedVV festgelegten Vorsorgeanlässe eine Pflichtvorsorge veranlassen oder eine Angebotsvorsorge anbieten.

Die DGUV Vorschrift 2 definiert die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuungsinhalte. Die verschiedenen gewerblichen Berufsgenossenschaften haben jeweils eigene DGUV Vorschrift 2 erlassen, die sich aufgrund der Branchenunterschiede insbesondere in der Zuordnung von Betriebsarten zu Betreuungsgruppen unterscheiden. Es ist daher wichtig, bei der Festlegung des Betreuungsumfangs jeweils die DGUV Vorschrift der für die Branche zuständigen Berufsgenossenschaft zugrunde zu legen.

Insgesamt lohnt sich die Präventionsarbeit im Rahmen eines nachhaltigen, strukturierten Arbeitsschutzes, da die Betriebsabläufe optimiert und Kosten reduziert werden. Verbesserte Arbeitsbedingungen und eine Wertschätzung der Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöhen die Motivation und Zufriedenheit aller.

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